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Modul (6 Credits)

Existenzgründungsseminar

Name im Diploma Supplement
Seminar "Start-ups"
Verantwortlich
Voraus­setzungen
Siehe Prüfungsordnung.
Workload
180 Stunden studentischer Workload gesamt, davon:
  • Präsenzzeit: 60 Stunden
  • Vorbereitung, Nachbereitung: 20 Stunden
  • Prüfungsvorbereitung: 100 Stunden
Dauer
Das Modul erstreckt sich über 1 Semester.
Qualifikations­ziele

Die Studierenden

  • besitzen die Bereitschaft und Fähigkeit, das komplexe und schlecht strukturierte Problem der Erstellung eines Businessplans für die Realisierung einer Geschäftsidee mit der Hilfe von betriebswirtschaftlichen Modellen, Methoden und computergestützten Instrumenten eigenständig zu strukturieren und zu analysieren, alternative Handlungsempfehlungen zur Problemlösung eigenständig zu entwickeln und zu bewerten, die Auswahl von Problemlösungsalternativen anhand betriebswirtschaftlicher Bewertungskriterien und multikriterieller Bewertungsmethoden durchzuführen sowie Maßnahmen zur Lösungsimplementierung vorzuschlagen
  • vermögen es, alternative Ansätze zur Bearbeitung der vorgenannten Aufgabenstellung in einem Team aus mehreren Studierenden gemeinsam zu erarbeiten, gemeinsam zu evaluieren und sich unter Zugrundelegung betriebswirtschaftlicher Kriterien gemeinsam für jeweils einen Ansatz zu entscheiden
  • sind befähigt, Handlungsempfehlungen zur Problemlösung sowie Maßnahmen zur Lösungsimplementierung zielgruppengerecht zu strukturieren und zu formulieren, und zwar in Bezug auf die Zielgruppen potenzieller Kapitalgeber
  • können Handlungsempfehlungen zur Problemlösung sowie Maßnahmen zur Lösungsimplementierung vor einem fachkundigen und kritischen Auditorium professionell präsentieren sowie in einer kritischen Diskussion rhetorisch überzeugend und selbstbewusst verteidigen
  • besitzen die Bereitschaft und Fähigkeit, die eigenen Kenntnisse und Fertigkeiten zur Problemerkennung sowie Problemlösung durch selbstständiges Erschließen der einschlägigen Fachliteratur – einschließlich des Internets – fortzuentwickeln
Praxisrelevanz

Die Praxisrelevanz des Moduls ist als "hoch" einzustufen, weil Kenntnisse und Fähigkeiten zur Erstellung eines Businessplans für die betriebliche Praxis von herausragender Bedeutung sind. Im Hinblick auf den Aspekt der "employability" sind Kenntnisse und Fähigkeiten zur Erstellung eines Businessplans unmittelbar evident, weil sie Studierende in die Lage versetzen, nach Abschluss ihres Studiums ein eigenes Unternehmen zu gründen und das hierfür erforderliche Gründungskapital von Dritten einzuwerben.

Prüfungs­modalitäten

Zum Modul erfolgt eine modulbezogene Prüfung, die sich auf zwei Prüfungsformen erstreckt: Hausarbeit und Präsentation, die beide zu jeweils 50% in die Modulnote eingehen. Der Umfang der Hausarbeit beträgt minimal 15 und maximal 20 Seiten Haupttext (ohne Deckblatt, Verzeichnisse und evtl. Anhang). Die Präsentation umfasst minimal 15 und maximal 30 Minuten Vortragszeit.

Verwendung in Studiengängen
  • BWL-Ba-2006-V2013 Vertiefungsstudium Seminarbereich 4.-6. FS, Wahlpflicht
  • VWL-Ba-2013 Vertiefungsstudium Wahlpflichtbereich Vertiefungsbereich Zusatzseminar 4.-6. FS, Wahlpflicht
Bestandteile
Name im Diploma Supplement
Seminar "Start-ups"
Anbieter
Lehrperson
SWS
4
Sprache
deutsch
Turnus
Sommersemester
maximale Hörerschaft
20
empfohlenes Vorwissen

Grundkenntnisse betriebswirtschaftlicher Sachverhalte und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens

Abstract

Es werden Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die erforderlich sind, um einen Erfolg versprechenden Businessplan mit wissenschaftlichen Arbeitstechniken (vor allem begriffliche Strukturierungen, Modelle, Methoden und computergestützte Instrumente) zu erstellen. Darüber hinaus wird auf die Präsentation und kritische Diskussion des Businessplans großer Wert gelegt.

Lehrinhalte
  • Als Realproblem ist die Erstellung und Präsentation eines Businessplans für eine frei zu wählende Geschäftsidee vorgegeben.
  • Die Bearbeitung dieses Realproblems erfordert umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten aus dem Bereich der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre, die im Seminar als bekannt vorausgesetzt werden. Die konkrete, jeweils problembezogene Anwendung dieser Kenntnisse und Fertigkeiten wird im Seminar trainiert.
Literaturangaben
  • Carstensen, S.: Existenzgründung: Praktischer Leitfaden mit vielen Fallbeispielen – So sichern Sie nachhaltig die Wirtschaftlichkeit Ihres Unternehmens. 2. Aufl., Wiesbaden 2017. 
  • Günes, N.; Akca, N.; Zelewski, S. (Hrsg.): Business-Plan-Guide: Grundlagen – Anschauungsbeispiele – Vorgehensmodell. Berlin 2010.
  • Herzberg, U.: Mein Business Plan – Strategisch planen – Erfolge präsentieren. 6. Aufl., Freiburg 2010.
  • Kett, I.; Schewe, G.: Management Skills – Beziehungen nutzen, Probleme lösen, effektiv kommunizieren. Wiesbaden 2010; insbesondere Kapitel 4 "Aussagekräftig präsentieren" (S. 111-159).
  • Klandt, H.: Gründungsmanagement: Der Integrierte Unternehmensplan – Business Plan als zentrales Instrument für die Gründungsplanung. 2. Aufl., München - Wien 2006 (als E-Book 2010).
  • Kollmann, T. (Hrsg.): Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmensgründung. 2. Aufl., Wiesbaden 2009.
  • Kußmaul, H.: Betriebswirtschaftslehre – Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Aufl., München 2016; insbesondere Kapitel I "Business Plan".
  • Nagl, A.: Der Businessplan – Geschäftspläne professionell erstellen mit Checklisten und Fallbeispielen. 8. Aufl., Wiesbaden 2015
  • Oehlrich, M. (unter Mitarbeit von A. Dahmen): Betriebswirtschaftslehre – Eine Einführung am Businessplan-Prozess. 3. Aufl., München 2013.
  • Paxmann, S.; Fuchs, G.: Der unternehmensinterne Businessplan – Neue Geschäftsmöglichkeiten entdecken, präsentieren, durchsetzen. 2. Aufl., Frankfurt - New York 2010.
  • Plümer, T.; Niemann, M.: Existenzgründung Schritt für Schritt – Mit 2 ausführlichen Businessplänen. 2. Aufl., Wiesbaden 2016.
  • Stutely, R.: Der professionelle Businessplan – Der Praxisleitfaden für Manager und Unternehmensgründer. 2. Aufl., München - Boston et al. 2007.
  • von Collrepp, F.: Handbuch Existenzgründung – Für die ersten Schritte in die dauerhaft erfolgreiche Selbstständigkeit. 6. Aufl., Stuttgart 2011.
  • Walger, G.; Neise, R.: Existenzgründung – Der persönliche Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit. Stuttgart 2012.
  • Zelazny, G.: Wie aus Zahlen Bilder werden: der Weg zur visuellen Kommunikation, Daten überzeugend präsentieren. 7. Aufl., Wiesbaden 2015.
  • Zelewski, S.; Akca, N.; Günes, N.: Rahmenwerk zum Business-Plan. In: Günes, N.; Akca, N.; Zelewski, S. (Hrsg.): Business-Plan-Guide: Grundlagen – Anschauungsbeispiele – Vorgehensmodell. Berlin 2010, S. 1-108.

Weiterführende Literatur und ergänzendes Material werden auf der Website zum Projektseminar im Internet oder auf Moodle bekannt gemacht und teilweise als Download zur Verfügung gestellt.

didaktisches Konzept

Die Studierenden sollen durch ein hohes Ausmaß an Eigenständigkeit unter Beweis stellen, dass sie in der Lage sind, das komplexe und schlecht strukturierte Problem der Erstellung eines Businessplans mithilfe von wissenschaftlichen Arbeitstechniken selbstständig zu bearbeiten. Sie müssen sich hierfür in Teams organisieren, die Teamarbeit selbstständig verteilen und überwachen sowie inhaltliche und soziale Konflikte bei der Teamarbeit selbstständig lösen. Wissenschaftliche Mitarbeiter(innen) des Instituts PIM stehen nur als Diskussionspartner(innen) zur Verfügung, werden aber weder bei der Problemstrukturierung noch bei der Auswahl und Bewertung von Alternativen für die Problemlösung behilflich sein. Diese „zurückhaltende Betreuung“ ist ausdrücklich beabsichtigt, um die Studierenden frühzeitig – noch im Rahmen ihres Studiums – an die Anforderungen der betrieblichen Praxis zu gewöhnen, Probleme eigenständig und eigenverantwortlich zu bearbeiten, ohne sich Bearbeitungsansätze durch „höhere“ Instanzen „absegnen“ zu lassen.

Die Einführungsveranstaltung zum Seminar findet in der Regel im jeweils vorausgehenden Wintersemester zum Jahresbeginn ca. im Januar statt, um dem Wunsch der Studierenden zu entsprechen, die vorlesungsfreie Zeit zwischen Winter- und Sommersemester intensiv für die Erstellung eines Businessplans nutzen zu können.

Hörerschaft
  • BWL-Ba-2006-V2013 Vertiefungsstudium Seminarbereich Modul "Existenzgründungsseminar" 4.-6. FS, Wahlpflicht
  • VWL-Ba-2013 Vertiefungsstudium Wahlpflichtbereich Vertiefungsbereich Zusatzseminar Modul "Existenzgründungsseminar" 4.-6. FS, Wahlpflicht
Projektseminar mit integriertem Kolloquium: Existenzgründungsseminar (WIWI‑C0153)
Modul: Existenzgründungsseminar (WIWI‑M0277)